| „Berlin ist eine Frau" Ausgewählte Werke von Fin Porzner und Lena Braun 18.4.-29.5.2009 Wir möchten Sie herzlich einladen zur Ausstellungseröffnung und Release Party am Freitag, 17. April 2009, 20h in die art&champagne gallery Kurfürstendamm 171, 10707 Berlin Unsere Veranstaltungen im Überblick: Vernissage und Release-Party, 17.4.2009, 20h Die Künstlerinnen feiern ihre neuen Arbeiten und signieren ihre Werke, ab 20h Finnissage, 29.5.2009, 20h Lena Braun moderiert den Talk-Show-Quiz „Who’s that girl“, 20h  Fotografien & Video-Release Fin Porner schloß ihr Studium der Visuellen Medien an der UDK Berlin als Meisterschülerin ab. Fin Porzner: “Es gibt in Berlin viele interessante Frauen, mehr als in anderen Städten, Frauen, die eigentlich Berühmtheiten sein müssten. Dazu gehört für mich Lena Braun, sie ist ein Gesamtkunstwerk der ersten Stunde Berlins. BERLIN IST EINE FRAU zitiert „Paris was a woman“, einen Film und ein Buch, das von den interessanten Frauen im Paris der 20ger Jahre spricht. Mein Ausstellungsteil BERLIN IST EINE FRAU ist ein Limousinenmärchen, eine beispielhafte Geschichte über eine wahrnehmbare Frau von heute, denn Frauen kommen für meinen Geschmack im öffentlichen Leben noch lang nicht ausreichend vor. Lena Braun ist eine Berliner Frau, eine besondere Größe. Darum zeige ich diese Kreative stellvertretend an vorderster Front als dirigierenden Teil der Stadt. In meiner filmischen Arbeit verarbeite ich Assoziationen zum Thema Stadt und Frau in einer Collage zu einem Loop. Das Video BERLIN IST EINE FRAU wird in einer Limited Edition erscheinen.“ „Mein nächstes Thema ist die Stellung der Transsexuellen in der Südsee, im Besonderen auf Tonga, sie werden dort Leiti genannt. Dort wird Homosexualität verschwiegen aber Transsexualität bei Männern angenommen. Leitis fühlen sich von klein an als Mädchen. Ich werde dort 2 Monate leben, um eine Reportage zu machen. Transsexuelle sind in der Südsee auf eine ganz besondere Art Teil der Kultur. Das möchte ich recherchieren und abbilden.“ Lena Braun: „Ich bin nicht gern Model, aber ich schlüpfe gern in die Haut Anderer. Als mich Fin Porzner fragte, ob sie mich fotografieren dürfe, wollte ich zuerst absagen, aber dann erfüllte ich mir einen Traum. Ich bin nämlich so gar nicht die Frau, die Fahrräder liebt, ich mag Kommunikation und Platz bei der Fortbewegung, weiße Tischtücher im Speisewagen und Limousinen, in denen man die Beine ausstrecken kann. Und die Fotos von Fin gefallen mir. Das ist eine Seltenheit. Ich weiß auch nicht, wie Fin das macht, man hat ihre Anwesenheit kaum gespürt und ich bin einfach nur durch die Stadt gefahren und war unserer Metropole dabei noch niemals so nah. Die Strechlimousine gibt Dir einen Breitwand-View, es ist umwerfend. Ich habe mich selten so sehr zu Hause und bei mir gefühlt. Ich glaube, das sieht man auch auf den Bildern.“ Unikatdrucke & Buch-Release „Ladies Almanach“ Lena Braun aka Queen Barbie machte ihren Magister Artium in den Fachbereichen Kommunikationswissenschaften und Literatur an der Freien Universität Berlin. Lena Braun: „Meine Arbeiten, es sind Unikatdrucke, zeigen Persönlichkeitsanteile von mir, die ich bei anderen Frauen wiederentdecke. In dieser Ausstellung sind das Anita Berber, Angelika Kauffmann und Djuna Barnes. Wie sie sein. Das möchte ich manchmal, wenn ich eine großartige Biographie lese. Und dann entdecke ich, dass mich genau der Teil an der fremden Frau fasziniert, der auch in mir angelegt ist, aber eben in anderer Form oder weniger intensiv. In meiner künstlerischen Arbeit schwebe ich zwischen Bildender und Darstellender Kunst, darum ist für mich der gesamte Prozeß des Recherchierenes und Reinszenirens bis es zum Bild kommt ein Genuß und Teil meiner Identität. In meinem Ausstellungsteil BERLIN IST EINE FRAU schlüpfe ich in die Haut von den Frauen, die aus mir als Wahl-Berlinerin eine Cosmopolitin gemacht haben.“ „Zu dem Ausstellungstitel kam es, weil ich momentan ein Buch schreibe, das mich erneut in die Welt der kreativen Damenzirkel im Paris der 20er Jahre führt. Da erinnerte ich mich an das Buch PARIS WAS A WOMAN von Greta Schiller und plötzlich war der Titel BERLIN IST EINE FRAU in meinem Kopf. Bei der Recherche fand ich auch das Buch „Women of the Left Bank“ von Shari Benstock. Fin und ich haben in dem Entwurf unserer Einladungskarte, die beiden Buch-Cover stilistisch nachempfunden.“ „Mein „Ladies Almanch“ beschreibt nach dem Muster des Originals von Djuna Barnes in 12 Monden persönlich und zugleich verschlüsselt, meine ersten 24 Jahre in Berlin.“ Lena Brauns „Ladies Almanach“ 92 Seiten davon 60 Seiten Text mit 26 Abbildungen, Privatdruck Graphik und Gestaltung: Maria Tokyo und Iris Weirich Lena Braun: „Mir geht es nicht darum ‚so gut’ wie Djuna zu schreiben. Ich glaube, dass keine der zeitgenössischen Schriftstellerinnen an die Qualität und Dichte ihrer Texte herankommt. Mir geht es um einen anderen Aspekt. Um ihren Mut, einzigartig und damit voller Persönlichkeit zu sein, in ihren Texten. Das möchte ich auch. Ich kann in ähnlicher Form ähnlich persönlich sein und ich empfinde ihren „Ladies Almanach“ als eine sehr persönliche Stellungnahme. Wenn man diesen Damenzirkel um sie herum und damit nicht nur den Text kennt, also mitreden kann, dann kann man auch den Inhalt und den Stil besser beurteilen mit dem sie die Frauen beschreibt. Ich finde es großartig, wie sie die Eigenarten und Persönlichkeitsaspekte zu Bildern zusammenfügt. Ich habe immer stärker das Gefühl, dass heutzutage zunehmend alles Persönliche verboten ist. Gefühle werden von Psychologen zuerst erklärt und dann weggeredet. Begradigt. Genauso wie unsere Gesichter mit Botox stillgelegt werden, so werden unsere Abgründe aufgeschüttet. Der Mensch und besonders die Frau soll funktionstüchtig sein. Ich sehe um mich herum immer mehr Menschen die großes Interesse daran haben, sich selbst zu limitieren. Sich festlegen zu lassen auf Weniges, auf etwas Bestimmtes, oftmals auf gesellschaftlich Bestimmtes, ist total in. Außergewöhnliches, Exzentrisches, Persönliches dürfen sich nur noch wenige und wenn, dann die oberen Zehntausend leisten. Das Normative ist wieder schick und auch maßgeblich. Djuna liegt in all ihren Beschreibungen jenseits der Norm. Das ist, was ich an ihr schätze. Sie beschreibt Persönlichkeiten und diese blühen unter ihrer Feder auf, werden größer, wachsen, gedeihen. Auch wenn sie die ungehobelten Seiten einer Dame beschreibt, so disst sie diese dabei nicht. Sie schaut genau hin, hat vielleicht ein mokantes Lachen um den Mund, aber sie amputiert, vereinfacht nicht. In "Nightwood" sehen wir das noch besser und ja, an "Nightwood" werde ich mich als nächstes heranwagen. Ich suche schon nach einem geeigneten Haus auf dem Lande, von Freunden, wo dieses Schreiben möglich ist. Djuna schrieb wie im Fieber in einem von Peggy Guggenheim gemieteten strangen Haus inmitten einer morbiden Moorlandschaft. In meiner Version von "Nightwood" kann ich in meinen Beschreibungen dann auch genauer werden, im Almanach, setze ich nur winzige Streiflichter. Denn im Gegensatz zu Djuna, die eine bestimmte und sehr kurze Zeit im Paris der Zwanziger Jahre beschreibt, packe ich in die zwölf Kapitel des Almanachs 24 Jahre Berlin. Aber ich habe dafür meine Gründe. Das allein schon macht unsere Bücher sehr unterschiedlich. “ Wir freuen uns Sie auf unserem Opening am 17. April um 20h begrüßen zu dürfen.
Weiteres Informations- und Bildmaterialmaterial erhalten Sie von mir unter: 015152509248,
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www.queenbarbie.de www.fin-porzner.de
Herzlich Lena Braun aka Queen Barbie Fin Porzner zu Gast in der art&champagne gallery Kurfürstendamm 171, 10707 Berlin Öffnungszeiten: Mo-Sa 14h-open end, So 16-20h Galeristin: Micaela 0049 (0)162-6341881 www.artandchampagne.de |